Nepaltrekking mit Sport Dorfstätter
Nepal der Traum von den meisten Bergsportlern! Wir statteten eine Trekking-Expedition aus. Zum Tagebuch der waghalsigen Truppe!
02.10.2008

03.30 Uhr sind alle 16 Teilnehmer am Flughafen Schwechat versammelt und checken ein.
15.15 Uhr Boardingtime und 16.30 Uhr Abflug – geht alles planmäßig ab.
22.50 Uhr Zwischenlandung in Doha
01.20 Uhr Weiterflug nach Kathmandu (Verspätung 35 Minuten)
03.10.2008
08.30 Uhr Nepal Zeit
Die Formalitäten die bei der Einreise erledigt werden mußten, ware eine Sache für geduldige Menschen. Wir brauchten 1,5 Stunden bis wir alle abgefertigt waren. Da in der Kommunikation zwischen Nepal und Reichenau der Schreibteufel gesessen war, wurden wir erst um 11.30 vom Flughafen abgeholt und ins Hotel gebracht.
04.10.2008
Frühstück um 8.30 Uhr, dann sightseeing mit deutschsprachiger Reiseleitung. Unser Guide hieß Gesham und wurde von den meisten „Ketchup” gerufen. Wir fuhren mit einem Bus zur größten Stupa in Kathmandu – Swayambhu Kloster, auch Affentempel genannt, da sich viele Affen in diesem Gelände aufhalten. Anschließend fuhren wir zum ältesten Kloster in Nepal, nach Patar und besichtigten den goldenen Tempel. Der nächste Stop war beim größten Heiligtum der Tibeter, danach fuhren wir ins Hotel und hatten Zeit uns frisch zu machen bevor wir zum Abendessen gingen. Wir aßen auf einer Dachterrasse im 6. Stock und es dauerte alles ein bisserl länger, weil die Kellner einen langen Weg von der Küche auf die Terrasse hatten.
05.10.2008
05.00 Uhr Tagwache , Frühstück 05.30 Uhr, Abfahrt 06.10 Uhr zum Flughafen. Dort warteten schon viele Leute auf den Flug nach Lukla und wir mit ihnen. Wir kamen bald auf das Flugfeld, mussten aber noch eine Stunde bis zum Abflug warten. 09.30 Uhr landeten wir in Lukla. Im Flugzeug haben 18 Leute mit der Besatzung Platz und da wir 17 Personen waren, mussten zwei mit dem nächsten Flieger nachkommen. Erika und Monika blieben zurück. Leider kamen sie an diesem Tag nicht mehr, da Nebel die Sicht behinderte. Um 13.00 Uhr aßen wir zu Mittag und um 14.00 Uhr gingen wir los. Es regnete leicht und wir zogen das Regengewand an. Es ging gemütlich bergab und bergauf und um 16.30 waren wir in Phakding in der Tashi Taki Lodge. Um 17.45 gab es Tee und Kekse und um 18.30 Uhr Abendessen.
06.10.2008
06.00 Uhr Tagwache und good morning tea von den Sherpas, Frühstück um 7.00 Uhr, Abmarsch um 07.45 Uhr. Um 10.15 Uhr erreichten wir Mono (Manjo), 2870m. Wir hielten gleich Mittagsrast und gingen um 11.30 Uhr weiter. Wir traten in den Sagarmatha National Park ein. Wir hatten auch einige Hängebrücken zu überqueren, was an sich kein Problem ist, allerdings schaut alles gleich ander aus, wenn einige Yaks entgegen kommen. Immer wieder begegneten uns Sherpas mit schweren Lasten beladen und dann wurde es ganz schön steil. Um 14.30 Uhr kamen wir in Namche Bazar (3440m) an und bezogen in der Khumba Lodge unser Quartier.
07.10.2008
Frühstück erst um 8.30 Uhr, da wir einen Ruhetag hatten und nur einen Spaziergang machten. Erika und Monika trafen ein und wurden stürmisch von uns begrüßt. Nachdem wir wieder alle vereint waren, starteten wir um 10.00 Uhr zur Sunshine Lodge (3600m), die einer Bekannten von Naz gehört.
08.10.2008
Tagwache 06.00 Uhr, Frühstück um 07.00 Uhr und Abmarsch um 08.00 Uhr Richtung Thame. Ankunft in Thame um 12.15 (3800m). Mittagessen um 13.15 und um 15.00 Uhr gingen wir zur Thame Gompa. Es ist das zweitgrößte Kloster im Khumbutal und es leben dort 30 Mönche. Es war kalt und nebelig und von hohen, schönen, weißen Bergen war nichts zu sehen.
09.10.2008
Tagwache um 6.00 Uhr und wolkenloser Himmel und rundherum sind wunderschöne, schneebedeckte Berge, die ihre Gipfel der Sonne und dem strahlendblauen Himmel entgegen recken. Abmarsch um 7.50 Uhr durch ein wunderschönes Tal nach Marulung (4200m), wo wir um 11.30 Uhr eintrafen. Wir saßen in der Sonne und nach dem Mittagessen machten wir wieder einen Spaziergang. Um 13.30 Uhr gingen wir weg, einen Hügel hinter der Lodge bergauf und irgendwie war es doch anstrengend. Bei 4500m drehten wir um und kehrten zur Lodge zurück.
10.10.2008
In der Nacht hatte es geregnet und entsprechend kühl war die Luft am Morgen. Die umliegenden Berge trugen eine neue leichte Schneedecke und die reichte fast bis auf unsere Höhe herab. Um 8.30 Uhr gingen wir weg, wir hatten nur eine kleine Tour da wieder ein Ruhetag war. Es war erst 10.15 Uhr, als wir Langden (4300m) erreichten. Vor dem Mittagessen „lernten” wir hinter der Lodge „gehen”. Einigen von uns war das Gehen mit Stöcken nicht so geläufig wie anderen.
Wir übten auch abseilen und hatten einen Riesenspaß, weil in der Sonne war es angenehm warm. Nachtruhe war früh, da es am nächsten Tag eine anstrengende Etappe zu bewältigen gab und wir schon um 5.00 Uhr weggehen wollten.
11.10.2008
Tagwache um 04.00 Uhr und um 05.45 Uhr gingen wir weg. Es war noch dunkel und wir trugen alle Kopflampen, außerdem war es saukalt. Es war eine lange, harte Tour, aber alle schafften es und standen schließlich auf dem Renjo Pass (5345m). Die Wolken rissen auf und 4 herrliche Acht-Tausender standen vor uns im gleißenden Sonnenlicht. Cho Oyu, Mt. Everest, Lhoste und ganz rechts Makalu. Zur Krönung gaben sich zwei unserer Teilnehmer das Jawort auf dem Pass, da auch eine Standesbeamtin dabei war. Es war eine bewegende Szene und so manche Träne verdunstete im Sonnenlicht. Für den Anstieg brauchten wir 6,75 Stunden und nun ging es abwärts. Nach 2 Stunden kamen wir in Gokyo (4800m) an. Es war ein anstrengender, aber auch wunderschöner Tag gewesen und alle sanken müde in die Schlafsäcke.
12.10.2008
Frühstück erst um 08.30 Uhr und um 09.30 Uhr marschierten wir weg. Wir hatten nur eine kleine Etappe zu gehen und es ging gemütlich dahin. Bergauf und bergab dem Gokyo-See entlang und nach 2 Stunden trafen wir in Dragnag ein. Den Rest des Tages verbrachten wir sehr gemütlich und erholten uns wieder von den Strapazen.
13.10.2008
Tagwache 4.00 Uhr und um 5.30 Uhr Abmarsch. Wieder mit Stirnlampen in die frühe Morgendämmerung hinein. Wir gingen einen steilen Bergkegel empor und dann über riesige Felsblöcke hindurch. Im Gegensatz zum Renjo Pass waren hier viele Menschen anzutreffen. Um 10.30 Uhr standen wir auf dem Pass (5320m). Es war ganz schön kalt und der Wind blies Nebenschwaden um die Gipfel. Der Abstieg ging über einen Gletscher und es war sehr rutschig. Anschließend ging es steil über Felsen bergab und um 13.30 Uhr waren wir in unserer Lodge in Dzonglha (4830m).
14.10.2008
Da wir auf einem Lager wie die Sardinen geschlichtet schliefen, war es nicht möglich so lange zu schlafen wie es möglich gewesen wäre. So standen wir etwas früher auf und gingen um 8.30 Uhr weg. Wir hatten wunderbares Wetter. Die schneebedeckten Berge, glänzend im Sonnenlicht, standen direkt vor uns. Ein unglaublicher Anblick, den wir alle ganz tief einsaugten. Nur der Wind war unangenehm. Er pfiff uns um die Ohren. In Dingboche hatten wir Mittagsrast und gingen dann weiter bis nach Pangboche (3980m), wo wir um 16.00 Uhr anlangten. Hier hatten wir wieder Zimmer, die diesen Namen auch verdienten.
Das Restaurant war im ersten Stock und urgemütlich.
15.10.2008
Um 06.00 Uhr aufstehen und nach dem Frühstück gingen wir um 07.30 Uhr weg. Nach 2 Stunden erreichten wir das Kloster Tengboche. Es liegt auf einem Bergrücken umrahmt von hohen Himalayagipfeln. Es war wieder ein sonniger, wunderbarer Tag und nach Besichtigung des Klosters saßen wir in der Sonne und genossen die erste Mehlspeise. Um 11.00 Uhr ging es dann talabwärts und um 12.30 hielten wir Mittagsrast. Wir beeilten uns, da noch eine lange Wegstrecke bis Namche Bazar vor uns lag. Es ging rund um den Berg aufwärts und abwärts im Wechsel und um 16.25 Uhr erreichten wir Namche. Endlich wieder duschen!!!!!!!!
16.10.2008
Aufstehen um 06.45 Uhr und nach dem Frühstück hatten wir noch ein bisserl Zeit zum shoppen. Um 9.00 Uhr nahmen wir Abschied, jetzt ging es talwärts und immer weiter von den Bergen weg. Wir wanderten den selben Weg zurück, den wir vor 11 Tagen hergekommen waren. Es waren unglaublich viele Menschen unterwegs, Touristen und auch viel mehr Träger als beim Hinweg. Es war Donnerstag und viele Träger brachten schon die Waren für den Markt am Samstag nach Namche Bazar. Wir marschieren bis 12.00 Uhr und nach der Mittagspause gingen wir um 13.00 Uhr wieder weiter bis Phakding, wo wir um 15.45 Uhr ankamen.
17.10.2008
Tagwache um 06.30 Uhr und um 8.15 Uhr waren alle fertig und wir brachen zu unserem letzten Abstieg auf. Wir gingen sehr langsam und hatten viel Zeit zum Fotografieren. Um 12.30 Uhr trafen wir in Lukla ein und bezogen unsere Zimmer. Nach dem Mittagessen spazierten wir durch den Ort und gingen in die Konditorei. Um 16.00 Uhr richteten wir dann die Sachen her, die wir den Sherpas geben wollten und um 17.00 Uhr war dann die Verabschiedung. Mir fiel der Abschied richtig schwer. Ich hatte das Gefühl, dass etwas ganz wunderbares zu Ende ging. Es war eine schöne Zeremonie und zum Abschied sangen wir für die Sherpars „In die Berg bin i gern”. Worauf auch sie ein Sherpalied für uns sangen.
18.10.2008
Um 05.00 Uhr mussten wir aufstehen, da wir so früh wie möglich am Flughafen sein sollten. Es ging sehr schnell, kaum dass wir dort waren, saßen wir auch schon in einer Maschine und flogen. War auch gut so, da nach dem Absturz vor ein paar Tagen doch alle ein bisserl ein mulmiges Gefühl hatten. Um 10.00 Uhr waren wir dann in unserem Hotel in Kathmandu, wo endlich die totale Körperpflege angesagt war.
19.10.2008
Tagwach um 06.00 Uhr um 07.50 Uhr Abfahrt Richtung Chitwan-Nationalpark. Wir fuhren auf der Hauptverkehrsstraße nach Indien und es war irrer Verkehr. Diese Straße ist voller Löcher und teilweise nicht asphaltiert, entsprechend ist ds Weiterkommen. Um 14.00 Uhr machten wir eine kurze Pause in einem Waldstück neben der Straße und um 14.45 Uhr stiegen wir von unseren Bus in einen offenen LKW um. Der brachte uns dann direkt in die Anlage wo wir untergebracht waren.
Wir waren spät dran und mußten uns beeilen, da noch ein Elefantenritt auf dem Programm stand. Wir ritten durch den Dschungel und langsam wurde es dämmrig. Wir sahen eine Hirschkuh mit ihrem Jungen und kehrten wieder zum Camp zurück.
Am Abend wurden dann Tanzeinlagen von Einheimischen dargeboten, sogenannte Stocktänze.
20.10.2008
Um 06.00 Uhr war wieder Tagwache, weil nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Wir starteten mit 2 Jeeps um 06.30 Uhr und fuhren bis zum Fluss, dort stiegen wir in Einbäume um und fuhren den Fluss entlang. Unglaublich schön, die aufgehende Sonne spiegelte sich im Wasser, welches ruhig plätscherte und sonst war es total still. Die Idylle dauerte nicht allzulange und wir stiegen wieder in die Jeeps und jagten durch den Dschungel auf der Suche nach dem benaglischen Tiger. Leider wollte dieser uns nicht treffen und um 08.30 Uhr waren wir zurück zum Frühstück. Der nächste Elefantenritt stand um 10.00 Uhr auf dem Programm und wir waren schon wieder im Dschungel unterwegs. Diese Art sich fortzubewegen ist sehr einlullend. Es schaukelt und schaukelt und fast wären wir eingeschlafen, aber unser guide informierte uns über die Tiere die im Dschungel leben, uns aber nicht sehen wollen. Nach dem Mittagessen wurden die Elefanten im Fluss gewaschen und wer wollte, konnte sich von den Tieren abspritzen lassen und um 16.00 Uhr hatten wir einen wirklich interessanten Vortrag über Elefanten. Abgeschlossen wurde dies alles von einem Diavortrag am Abend über das Dschungelleben.
21.10.2008
Letzter Tag im Dschungel und wir starteten um 06.30 Uhr zum “birdwatching”. DieVögel waren auf den Bäumen und diese waren sehr hoch, der guide hatte aber ein Fernglas mit und so konnten wir trotzdem einige Tiere beobachten. Nach dem Frühstück ging es den Weg zurück mit LKW zum Bus und dann mit dem Bus nach Kathmandu. Der Rückweg dauerte nicht so lange, weil weniger Verkehr war und wir kamen um 15.30 Uhr in der Hauptstadt an.
22.10.2008
Unser erster und einziger freier Tag. Wir wußten gar nicht mehr wie tun, ohne Terminplan. Wir bummelten durch die Straßen und kauften einige Mitbringsel ein.
23.10.2008
Ende einer traumhaften Reise in einem unglaublich schönen Land. Ich werde die Eindrücke dieser wunderbaren Bergwelt und der fröhlichen Menschen in meinem Herzen bewahren und in dunklen Stunden hervor holen.
Hier die Route zum ansehen als PDF:
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